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Nach der Saison ist vor der Saison

Die Genossenschaft tauschte sich mit Hochbeetgärtnern über die ersten Erfahrungen aus.

Für einige Hochbeetgärtner hat die Saison in diesen Tagen bereits begonnen – beispielsweise an der Ziolkowskistraße 40. Die ersten Primeln blühen schon und vor und neben dem meterhohen Kasten sprießen die Tulpen aus dem Boden. „Die habe ich noch im Oktober in die Erde gesteckt“, freut sich Nicole Bergemann über die ersten Frühlingsboten.

 

Ihr Hochbeet und ein Beet hinterm Haus sind Gemeinschaftsprojekte. Die Nachbarin kümmert sich, ihr achtjähriger Sohn übernimmt kleine Aufgaben und ihre Mutter hilft ab und zu bei der Pflege des Hochbeetes mit. Vor dem Winter wurde das Holz gemeinsam mit den Kindern lasiert. Im Sommer werden Käfer abgesammelt. Bei solchen Gelegenheiten ergibt sich immer mal ein kleines Gespräch mit Nachbarn oder Leuten, die zufällig vorbeikommen. Sie bleiben stehen und bewundern die Blumen.

 

Solche Begegnungen hatten so oder so ähnlich auch andere Hochbeetgärtner der Karl Marx. Sie haben alle ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, weiß Sebastian Krause, Technischer Vorstand der Karl Marx. Er hatte Ende letzten Jahres alle Beteiligten zu einem ersten Erfahrungsaustausch über die zurückliegende Saison in die Geschäftsstelle gebeten. „Unsere Idee, die Hochbeete zu Orten der Begegnung zwischen Nachbarn, Älteren und Jüngeren, zu Ausgangspunkten gemeinsamer Aktivitäten zu machen, scheint aufgegangen zu sein“, sagt er nach dem Treffen im Dezember.

 

Als Konsequenz wurde auch klar, sollten sich neue Interessierte melden, wären weitere Standorte durchaus im Sinne der Genossenschaft. Einzige Voraussetzung, so Sebastian Krause, sei ein stabiles Interesse der Mitglieder, sich um so ein Hochbeet zu kümmern. Zugegeben im Moment scheint der Gedanke an die neue Pflanzsaison noch verfrüht. Doch steht der Frühling schon in den Startlöchern und versetzt viele Hobbygärtner in den Unruhezustand. Der eine oder andere hat sich bestimmt schon im Garten zu schaffen gemacht. Und sei es nur, um die Frühjahrsblüher, die ihre Köpfe schon weit aus der Erde stecken, zu bewundern.