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Nachzahlungen vermeiden – aber wie?

Mit der nächsten Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2023 wird eine Anpassung der Vorauszahlungen erfolgen, um bei der Abrechnung für das Jahr 2024* möglichst ein ausgeglichenes Abrechnungsergebnis zu erreichen.

Mit der nächsten Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2023 wird eine Anpassung der Vorauszahlungen erfolgen, um bei der Abrechnung für das Jahr 2024* möglichst ein ausgeglichenes Abrechnungsergebnis zu erreichen. Die Betriebskostenabteilung berücksichtigt bei ihrer Prognose der zukünftigen Vorauszahlungshöhe nicht allein das aktuelle Abrechnungsergebnis, sondern auch zwischenzeitlich erfolgte sowie zukünftig absehbare Kostensteigerungen. Diese umsichtige Vorausschau zeichnet unsere Genossenschaft gegenüber den meisten anderen Vermietern aus.

Aber warum bietet die Karl Marx gleichzeitig eine Anrechnung des Guthabens aus der Abrechnung 2023 als Vorauszahlungen für 2024 an? Eine Änderung bzw. Erhöhung der Vorauszahlungen ist eigentlich nur ab dem übernächsten Monat nach dem Zugang der Betriebskostenabrechnung möglich. Die Zustellung

der Betriebskostenabrechnung über den Abrechnungszeitraum 2023 kann in diesem dieses Jahr aus verschiedenen Gründen erst etwas später, nämlich im August 2024 erfolgen.

Das bedeutet, eine Anpassung der Vorauszahlungen ist erst mit Wirkung zum Oktober 2024 möglich. Dann sind jedoch immerhin bereits 9 Monate des Abrechnungszeitraums 2024 ins Land gegangen, in denen die erbrachten Vorauszahlungen nicht dem gestiegenen Kostenniveau des Jahres 2024 entsprachen. Eine rückwirkende Anpassung der monatlichen Zahlbeträge ist nicht möglich, sodass ein Defizit entsteht, das der Nutzer aus der Abrechnung 2024 als Nachzahlung ausgleichen müsste. Um dies zu vermeiden und den Nutzern die Möglichkeit zu geben, das im Zeitraum Januar bis September 2024 entstandene Manko auszugleichen, wird ihnen in der Betriebskostenabrechnung im August ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Es enthält unter anderem wahlweise die freiwillige Erhöhung von Vorauszahlungen oder den Verzicht der teilweisen oder vollständigen Auszahlung des Guthabens. Statt einer Auszahlung schlägt die Genossenschaft vor, das Guthaben aus der Abrechnung 2023 teilweise oder insgesamt als Vorauszahlung für 2024 anzurechnen. Dieses Angebot bedarf in jedem Falle der Zustimmung durch den Nutzer, weil nur mit seinem ausdrücklichen Einverständnis ein derartiges Vorgehen möglich ist. Mit diesem durch die Genossenschaft vorgeschlagenen Vorgehen soll gewährleistet werden, dass Nachzahlungen auch für den Abrechnungszeitraum 2024 weitestgehend vermieden werden.

* Nach § 556 Abs. 3 S. 2 BGB hat der Vermieter bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums Gelegenheit, die Abrechnung zu erstellen, was vorliegend Ende Dezember 2024 ist.