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Im Ausnahmezustand

Wie in der gesamten Gesellschaft wirken sich die Folgen der virusbedingten Einschränkungen auch auf den Geschäftsbetrieb der Karl Marx aus.

Seit Mitte März sind Besuche in der Geschäftsstelle in der Saarmunder Straße nicht mehr möglich. Die Kontaktaufnahme kann vorübergehend nur per Telefon, Brief oder über das Internet erfolgen. „Dieser Einschnitt war nötig, um die Ansteckungsgefahr für Mitglieder und Mitarbeiter zu verringern und den laufenden Geschäftsbetrieb abzusichern“, sagt Bodo Jablonowski. „Wir hoffen, dass wir so dazu beitragen konnten, insbesondere die Gruppe unserer älteren Mitglieder zu schützen,“ so der Vorstand der Karl Marx.

In den ersten Wochen ging es neben der notwendigen Information der Mitglieder über Rundschreiben und Hausaushänge um eine flexiblere Arbeitsorganisation, da die staatlich verordneten Schließungen von Schulen und Kitas auch etliche Mitarbeiter betreffen. Es mussten die Voraussetzungen für zeitlich flexibleres Arbeiten und das Arbeiten von zu Hause auch für den Fall geschaffen werden, dass weitere Einschränkungen die komplette Schließung der Geschäftsstelle notwendig machen. Dabei erwies es sich als Vorteil, dass die Karl Marx bereits im Vorjahr mit dem Telekommunikationsanbieter für eine größere Bandbreite in der Datenanbindung gesorgt hatte. Dadurch ist auch aus dem Homeoffice ein relativ flüssiger Zugriff auf die notwendigen Arbeitsprogramme gegeben, um etwa den Zahlungsverkehr im notwendigen Maße zu steuern.

Derzeit ist die Geschäftsstelle weiterhin zu den üblichen Arbeitszeiten besetzt. Die einzelnen Abteilungen sind erreichbar, die Hauswarte sind vor Ort und das geplante Baugeschehen geht weiter. Reparaturaufträge in den Wohnungen werden nach Maßgabe des Abstandsgebotes und mit Einverständnis des Mitgliedes fast wie normal abgearbeitet. Fremdfirmen wurden wegen der gestiegenen Verunsicherung im Kontakt zusätzlich durch ein Schreiben der Karl Marx autorisiert und können sich so als Beauftragte der Genossenschaft ausweisen.

„Von einzelnen Mitgliedern und Gewerbemietern erreichen uns Hinweise auf mögliche Zahlungsschwierigkeiten, für die unsere Experten der Rechtsabteilung als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und unmittelbar nach gemeinsamen Lösungen suchen“, sagt Bodo Jablonowski.

Die Arbeiten zur Vorbereitung der Ordentlichen Vertreterversammlung im Juni, wozu der Jahresabschluss des letzten Geschäftsjahres gehört, sieht der Vorstand derzeit nicht gefährdet. Ob die Zusammenkunft der Vertreter wie geplant stattfinden kann, hängt von den zu diesem Zeitpunkt geltenden staatlichen verordneten Einschränkungen ab. Darüber werde man rechtzeitig informieren.