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Auf Abstand und gemeinsam

Vertreterversammlung tagte unter ungewöhnlichen Bedingungen

 

Verspätet, auf den notwendigsten Teilnehmerkreis begrenzt, mit Abstand und an Einzelplätzen sitzend ... „Corona“ hat die diesjährige ordentliche Vertreterversammlung in der über 60-jährigen Geschichte der Karl Marx besonders gemacht.

34 Vertreter trafen sich am 27. August im Potsdamer Kongresshotel, anfangs mit Maske, im Saal dann ohne, mit Vorstand, Aufsichtsrat und dem Wirtschaftsprüfer unterstützt von lediglich zwei Helferinnen fürs Protokoll und Stimmenzählen.

Verständlich, dass angesichts der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen und eines in der Gesellschaft wieder anwachsenden Infektionsgeschehens unter den Teilnehmern die Erleichterung überwog, die ordentliche Vertreterversammlung überhaupt durchführen zu können. Schließlich ist die Veranstaltung jährlicher Höhepunkt der genossenschaftlichen Demokratie und ein Forum wichtiger Entscheidungen. Dazu zählte in diesem Jahr zweifellos die Wahl des neu zusammengesetzten Aufsichtsrates, da für zwei seiner Mitglieder das bisherige Mandat abgelaufen war, ein Mitglied aus privaten Gründen ausschied. Nach kurzer Vorstellung der vier Kandidaten wählten die Vertreter Angelika Pohl neu, Reimar Kobi und Ferdinand Rohmann erneut in den Aufsichtsrat. Die Wahl erfolgte jeweils mit deutlicher Mehrheit.

Fielen diese Entscheidungen mit Blick auf die kommenden Jahre, ging es bei der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat um eine Bilanz des zurückliegenden Geschäftsjahres 2019. Die Entlastung für beide Gremien erfolgte jeweils einstimmig, was den Vertretern nicht schwergefallen sein dürfte, blickt die Karl Marx doch wieder auf eine stabile Entwicklung zurück. Mit dem Abschluss der grundlegenden Bestandssanierung und der Fertigstellung des Quartiers Waldgarten markiert 2019 wichtige Entwicklungsschritte, die die Genossenschaft als erfolgreiches Wohnungsunternehmen ausweisen, das seinen Mitgliedern auch künftig eine hohe Wohnqualität zu bezahlbaren Preisen gewährleistet. Diesen Kurs untermauert auch das positive Jahresergebnis von 2,7 Millionen Euro, das die Karl Marx 2019 erzielte. Vorstand Bodo Jablonowski wies darauf hin, dass geringer Leerstand, stabile Entgelteinnahmen und die nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen am Kapitalmarkt ermöglichen, sowohl Zukunftsprojekte zu finanzieren, aufgenommene Kredite bei niedrigem Zinsrisiko zu bedienen und die Nutzungsgebühren auf bezahlbarem Niveau zu halten.