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Wer is(s)t schon gerne alleine?

Selbstbestimmt leben, solange es geht, nicht einsam, sondern gemeinsam – das wünschen sich wohl alle Menschen fürs Alter

Um Nutzerinnen und Nutzer dabei zu unterstützen, bietet die Karl Marx in ihrem Bestand erstmals eine Senioren- Gemeinschaftswohnung zur Vermietung an. Auf knapp 185 Quadratmetern sind in der Waldstadt II im Neubau Zum Kahleberg vier schöne Zimmer mit jeweils kleinem Freisitz, einem eigenen barrierefreien Duschbad und kleiner Pantryküche entstanden. Herzstück der Wohngemeinschaft (WG) ist der große Aufenthaltsraum mit Einbauküche und Terrasse.

Wie gut eine Alters-WG funktionieren kann, beweist das Wohnprojekt „lebendig altern“ in Berlin-Kreuzberg. Die WG gibt es seit 2018. Aktuell leben dort drei Singles, zwei Paare und Hund Pim. „Unser Gemeinschaftsleben ist ein Gegenentwurf zum Alten- oder Pflegeheim“, sagt Mitgründerin Ulrike Arnold. „Wir sorgen füreinander, machen gemeinsame Unternehmungen und wollen uns bis zum Lebensende unterstützen.“ Ganz in diesem Sinne sprechen die Mitglieder, alle im Alter zwischen Mitte 60 und Mitte 70, von sich auch als „Wohnverwandtschaft“. Vor zwei Jahren musste die WG im Zuge der Erkrankung einer Mitbewohnerin unter Beweis stellen, dass sie im Ernstfall füreinander da ist. „Wir haben unser Versprechen gehalten und unsere Mitbewohnerin bis zum Schluss begleitet“, blickt Ulrike Arnold auf diese für alle fordernde und emotionale Zeit zurück. Aber so, wie man schöne Zeiten gemeinsam noch mehr genieße, hätten auch alle in der WG davon profitiert, sich dem Verlust und der Trauer als Gemeinschaft zu stellen. Dafür war insbesondere der Aufbau der Berliner Alters-WG hilfreich: Ebenso wie die Senioren-Gemeinschaftswohnung der Karl Marx bietet sie viel Raum für gemeinsames Wohnen und doch ausreichend Rückzugsfläche für jeden Einzelnen.

Geeigneten Wohnraum für ihr Projekt zu finden, hatte sich für die Gruppe schwierig gestaltet. „Die Immobilien, die wir uns angeschaut haben, waren entweder zu klein oder zu groß und oft schlicht zu teuer“, berichtet Ulrike Arnold. Fündig wurden sie schließlich in der Möckernkiez Genossenschaft. „Genossenschaft ist ein Modell, das hervorragende Voraussetzungen für eine Alters-WG bietet“, sagt Ulrike Arnold. Niemand melde Eigenbedarf an und die Miete steige nicht unkontrolliert ins Unermessliche. „Es sollte mehr Genossenschaften geben, die das Thema Altern so innovativ aufgreifen.“

Genau aus diesem Grund möchte auch die Karl Marx ihren Beitrag leisten und sucht die passende Wohngemeinschaft  |  Sie haben Interesse am gemeinschaftlichen Wohnen im Alter?
Dann kontaktieren Sie uns unter vermietung-kah(at)wgkarlmarx.de oder unter 0331 6458-266, um mehr zu erfahren.